23.07.-02.08.2019 10. Europäische Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften

Die  Europäische Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften "Kulturen & Technologien" feiert ihren 10. Geburtstag vom  23. Juli bis 02. August 2019 an der Universität Leipzig.

Die Sommeruniversität dauert volle 11 Tage. Ihr intensives Programm setzt sich aus Workshops, Schnupperkursen, hochschulöffentlichen Vorlesungen, regelmäßig stattfindenden Projektpräsentationen, einer Postersession und einer Podiumsdiskussion zusammen.

Was spezifisch das interessante und vielfältige Workshop-Programm betrifft, so werden die folgenden parallel laufenden Intensivkurse angeboten (mehr dazu hier: http://esu.culintec.de/?q=node/1081):

  • Alex Bia (Universidad Miguel Hernández, Elche, Spain): XML-TEI document encoding, structuring, rendering and transformation (2 weeks)
  • Carol Chiodo (Harvard University, USA) / Lauren Tilton (University of Richmond, USA): Hands on Humanities Data Workshop - Creation, Discovery and Analysis (2nd week)
  • Katarzyna Anna Kapitan (Museum of National History, Hillerød, Denmark) / N. Kıvılcım Yavuz (University of Copenhagen, Denmark): Manuscripts in the Digital Age: XML-Based Catalogues and Editions (2 weeks)
  • Christoph Meister / Jan Horstmann / Mareike Schumacher / Christian Bruck (University of Hamburg, Germany): Digital Annotation and Analysis of Literary Texts with CATMA 6.0 (2 weeks)
  • Andreas Witt (University of Mannheim & Leibniz Institut für Deutsche Sprache, Mannheim, Germany): Compilation, Annotation and Analysis of Written Text Corpora. Introduction to Methods and Tools (1st week)
  • Bernhard Fisseni (Leibnitz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim, Germany): Searching Linguistic Patterns in Text Corpora for Digital Humanities Research (2nd week)
  • Christoph Draxler (University of Munich, Germany): All About Data – Exploratory Data Modelling and Practical Database Access (2 weeks)
  • Maciej Eder (Polish Academy of Sciences / Pedagogical University, Cracow, Poland) / Jeremi Ochab (Jagiellonian University, Cracow, Poland): Stylometry (2 weeks)
  • David Joseph Wrisley (New York University Abu Dhabi, UAE) / Randa El Khatib (University of Victoria, Canada): Humanities Data and Mapping Environments (2 weeks)
  • Fabian Offert (University of California, Santa Barbara, USA): Images of Image Machines. Theory and Practice of Interpretable Machine Learning for the Digitial Humanities (2 weeks)
  • Janos Borst (University of Leipzig, Germany): An Introduction to Neural Networks for Natural Language Processing - Applications and Implementation (1st week)

Jeder Workshop umfasst insgesamt 18 Sitzungen oder 36 SWS. Die Zahl der Teilnehmer_innen eines Workshops ist auf 10 begrenzt. Die Workshops sind so strukturiert, dass entweder beide Blöcke eines Workshops oder zwei Blöcke verschiedener Workshops besucht werden können.

Der "Workload" einer aktiven Teilnahme an der Europäischen Sommeruniversität entspricht 6 ETCS Punkten.

Wie in den letzten Jahren können wir wieder eine ganze Reihe von Stipendien an Teilnehmer_innen der Sommeruniversität vergeben (siehe: http://esu.culintec.de/?q=node/1078). Mehr Unterstützung steht eventuell demnächst zur Verfügung.

Die Sommeruniversität richtet sich an 60 Teilnehmer_innen aus ganz Europa und darüber hinaus. Sie will Studierende, Doktorand_innen und (Nachwuchs-) Wissenschaftler_innen aus den Geisteswissenschaften, den Bibliothekswissenschaften, den Sozialwissenschaften, den Kunstwissenschaften, den technischen Wissenschaften und der Informatik als gleichwertige Partner_innen zu einem wirklich interdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch in einem mehrsprachigen und mehrkulturellen Kontext zusammenführen und so die Voraussetzungen für künftige projektorientierte Kooperationen schaffen.

Die ESU zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur einen Raum zum Diskutieren, Erwerben und Ausbauen von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Methoden und Technologien schaffen will, die im Bereich des Humanities Computing eine zentrale Rolle spielen und immer mehr die Arbeit in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in Verlagen, Bibliotheken, Archiven, Museen und ähnlichen Bereichen bestimmen, sondern dass sie insbesondere auch die Sprachwissenschaft mit den Digitalen Geisteswissenschaften integrieren will, die nach den Konsequenzen und Implikationen der Anwendung computationeller Methoden und Tools auf Artefakten aller Art fragen.

Sie zeichnet sich zudem dadurch aus, dass sie sich das Ziel setzt, dem sogenannten Gender Divide zu begegnen, das heißt der Unterrepräsentation von Frauen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland, Europa und vielen Teilen der Welt, indem sie auf die Herausforderung, die die Geisteswissenschaften im weitesten Sinne mit ihren überaus komplexen Daten und ihrem Reichtum an Frauen für die Informatik und die Ingenieurwissenschaften und deren Weiterentwicklung bieten, auf die Überwindung der Grenzen zwischen den sogenannten Hard und Soft Sciences sowie auf die Integration von Geisteswissenschaften, Informatik und Ingenieurwissenschaften setzt.

Alle wichtigen Informationen sind im Web-Portal der Europäischen Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften "Kulturen & Technologien" zu finden. Das Portal wird fortwährend aktualisiert und mit weiteren Informationen angereichert.

Elisabeth Burr

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