DHd 2016 weiterlesen

470 Forscher_innen der verschiedensten Disziplinen aus Europa und darüber hinaus haben vom 07. bis zum 12. März 2016 im Rahmen der DHd 2016 und des EADH-days Probleme und Lösungen digitaler  Geisteswissenschaften diskutiert. Das Organisationsteam um Prof. Elisabeth Burr vom Institut für Romanistik und Prof. Heyer vom Institut für Informatik kann sich über ein ausgesprochen positives Feedback freuen.

Auf dem Campus der Innenstadt fanden fünf Tage lang Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden zu Daten, Modellen und Visualisierungsmethoden in den Digital Humanities statt. Das Foyer der 2. Etage des Hörsaalgebäudes wurde für drei Tage in eine Galerie der Digital Humanities verwandelt: mehr als 70 Poster informierten über aktuelle Projekte der DH. Den Posteraward gewannen die drei folgenden Projekte: 1. Distant-Reading-Showcase: 200 Jahre deutscher Dramengeschichte auf einen Blick; 2. Digitales Publizieren: Bedingungen – Optionen – Empfehlungen; 3. Das Tool LAKomp und seine Anwendung auf Texte nichtstandardisierter Sprachstufen. Einsehbar sind die Siegerposter auf der Kongressseite und auf der Seite der DHd.

Den auf der Tagung vergebenen renommierten Lisa Lena Opas-Hänninen Young Scholar Prize  erhielten Cosima Mattner für ihren Tagungsbeitrag „Kafkas Stil. Zur Psychostilistik der Tagebücher Kafkas“, der auf ihrer Bachelorarbeit basiert, und Jan Oliver Rüdiger für seinen Beitrag „Korpushermeneutik - Ansatz und Werkzeug zur Analyse großer Textkorpora“ und sein Programm CorpusExplorer (siehe http://notes.jan-oliver-ruediger.de/).

Der vorab fertiggestellte Abstractband zeigt die Bandbreite des Forschungsbereichs und vermittelt einen Eindruck von den aktuellen Problemen: http://dhd2016.de/boa-large.pdf.

Die Eröffnungs- und Schlussveranstaltungen inklusive der kritischen und anregenden Keynotes von Prof. Anna Katharina Zweig von der TU Kaiserslautern („Von den 'digital humanities' zu einer humanen Digitalisierung“) und Prof. Daniel A. Keim („Die Rolle von Mensch und Computer in den Digital Humanities“) können, ebenso wie das Grußwort z.B. der Rektorin Prof. Beate Schücking, als Livestreams auf der Tagungswebseite aufgerufen werden: http://www.dhd2016.de/.

Neun der zahlreichen Nachwuchswissenschafter_innen, die interessante Beiträge eingebracht haben, wurden vom DHd-Verband sowie CLARIN-D und DARIAH-DE mit Reisekostenstipendien gefördert. Im DHd-Blog finden Sie die Tagungsberichte und Tweets der Stipendiat_innen.

Tweets der Tagungsteilnehmer_innen, Fotos, Videos uvm. finden Sie auch bei Twitter: https://twitter.com/hashtag/DHd2016?src=hash

Neugierig geworden? Leipzig ist ein Digital-Humanities-Standort und baut dieses Profil unter Beteiligung der verschiedensten Fächer immer mehr aus. Einen Überblick über Projekte in Leipzig finden Sie hier: http://www.e-humanities.net/dhd2016/

Siehe auch: Tagungs-Nachlese von Eckhart Arnold (Leiter des Referats für IT und Digital Humanities der Bayerischen Akademie der Wissenschaften): http://dhmuc.hypotheses.org/1071.

Autorin: Julia Burkhardt